Im schönen Südtirol, in einem kleinen Dorf zwischen Bozen und Trient, wurde im Jahr 1930 Luise Wilke geboren. Und wenn man ganz genau aufpasst, dann kann man ihn noch hören: den charmanten Dialekt der Seniorin, der für die Menschen dieser malerischen Region so charakteristisch ist.
„Wir waren damals insgesamt zehn Kinder, hatten einen großen Bauernhof mit Tieren und Feldern.“ Gerne schwelgt die elegante Dame in jenen Erinnerungen. „Ich habe in meinem Apartment viele Bücher über meine Heimat, das Tiroler Unterland.“ Und das Apartment von Frau Wilke kann sich wirklich sehen lassen. Ein wunderbares Biedermeier-Sofa steht gleich in der Mitte des großen Wohnbereichs neben exklusiven Möbeln im Louis-Quartorze-Stil. In einer Glasvitrine findet sich so manches „Schätzchen“ aus der Meißner-Porzellan-Manufaktur und von den Wänden blicken, wie sollte es anders sein, einige Bozener Engel herab. Neben dem Wohnraum befinden sich das Schlafzimmer und die Küche: „Da koche ich mir gerne mittags was Leckeres.“ Ein ganz besonderes Highlight des Apartments ist übrigens der angrenzende Balkon mit seinen bunten Blumen. Selbst ein kleines Olivenbäumchen steht darauf. „Den hat mir mein Schwiegersohn mitgebracht“, erzählt sie stolz.
Von Tirol ins Saarland
Der Liebe wegen kam Luise Wilke in den 1960er-Jahren einst ins Saarland, baute mit ihrem Mann, einem erfolgreichen Ingenieur, ein Haus in St. Ingbert. Sie begleitete ihn auf Kongresse in aller Welt. „Ich habe so vieles gesehen in meinem Leben, davon zehre ich noch immer. Ich war in Rio, Brasilien, Wien, San Francisco, überall war ich“, sagt sie. Besonders an die erste Begegnung mit ihrem Mann Gerhard kann sie sich noch erinnern: „Das war damals im Pustertal. Er kam ins Gasthaus, in dem ich arbeitete, wir sahen uns an und schon war es um uns geschehen. Er kam, sah, siegte.“
Der Weg in die Residenz
Als Herr Wilke pflegebedürftig wurde, folgte ihm seine Luise in die Pro Seniore Residenz Hohenburg. Sie bezog das Apartment für Betreutes Wohnen, er ein Zimmer im Pflegebereich. „Ich besuchte ihn Tag für Tag, manchmal erkannte er mich, manchmal nicht. Es war eine sehr schwierige Zeit, aber er wurde so gut versorgt“, erzählt sie. Dann verstarb ihr geliebter Gerhard aufgrund seiner Krankheit – die beiden waren 61 Jahre lang verheiratet. Heute hat Frau Wilke trotz der schweren Zeit ihr Lachen wiedergefunden, blüht in ihrer Wohnung auf. Gott sei Dank.
Jeden Tag nach Gusto genießen
„Wissen Sie, ich habe meinen ganz eigenen Tagesablauf. Morgens turne ich im Takt meiner geliebten Volksmusik und mache alles selbstständig. Dann, wenn ich Gesellschaft brauche, gehe ich raus und unter Leute. Ich kaufe auch noch selbst ein.“ Auf die Frage, ob Sie sich hier wohlfühle, antwortet sie: „Auf alle Fälle, das ist mein neues Zuhause. Ich fühle mich sehr wohl hier. Oft kommt
Besuch vorbei und ich kann mich meinen Kreuzworträtseln widmen, höre eine wunderbare Oper, zum Beispiel Nabucco, und mache einfach das, was mir gefällt.“